Freedom Integration Room

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Etwas vom spannendsten & wohl gleichzeitig auch das, was zu den meisten Ängsten & Irritationen im Vorfeld führt, ist der FIR - der Freedom Integration Room. Viele Menschen haben mich gefragt: Moni, was ist denn nun dieser FIR?
Und ja, es ist nicht so ganz einfach zu erzählen & gleichzeitig eben doch. Hier gerne mein Versuch:

Es ist ein sex-positiver Raum ohne Leader, in dem jede & jeder sein eigener Leader ist. Im FIR geht es in erster Linie darum, deine eigenen Bedürfnisse aber auch Grenzen kennenzulernen. Im besten Fall dient er dazu, deine Komfortzone zu dehnen & sanft über limitierende Ängste zu gehen. Schuld & Scham im Bezug auf Berührung, Intimität & Sexualität dürfen sich in einem liebevollen & achtsamen Setting aufweichen.

Viele Menschen ängstigt der Gedanke daran, in einem Raum mit anderen Menschen zu sein, in dem alles möglich.
Auch ich war vor meinem 1. FIR enorm nervös & aufgeregt & konnte mir überhaupt nicht vorstellen, was da passieren würde. Die schlimmsten Bilder tanzten in meinem Kopf herum & ich hatte davor immer mal wieder  Gedanken wie: "Wo bin ich hier gelandet?" oder "Schnell weg hier." 

Aber das Gegenteil war der Fall! Der FIR hat mir persönlich geholfen, mehr & mehr zu erfahren, was ich eigentlich wirklich möchte. Was ich schon lange mal ausprobieren wollte, mich aber nie getraut habe. Der Freedom Integration Room ist für mich wirklich & wahrhaftig ein Raum, indem ich meine eigenen Freiheit in mir integrieren & erleben darf.

Hier gerne ein kurzer Ablauf, wie so ein FIR aussieht:
Wir starten ganz achtsam & liebevoll mit einer gemeinsamen Kakao-Zeremonie. Diese hilft uns dabei, unsere Herzen zu öffnen & auf eine sanfte Weise wach zu werden. Dazu singen wir im Kreis wunderschöne Mantren & Kraftlieder.

Danach lernen wir das "Wheel of Consent" , also das Konsens-Rad kennen. Das Konsens-Rad ist ein Hilfsmittel im Zusammenhang mit achtsamer Berührung. Mir hat es enorm geholfen, zu spüren, ob & wo ich selber noch in Abhängigkeiten & Erwartungen berühre oder auch berührt werde.
Diene ich, ohne etwas von meinem Gegenüber zu erwarten? Oder berühre ich nur, um selber auch berührt zu werden?

Kann ich voll & ganz empfangen & geniessen, oder habe ich gleichzeitig das Gefühl etwas tun zu müssen?

Berühre ich, weil ich etwas von der anderen Person möchte & viel weniger, weil mein Gegenüber dies möchte?

Wenn ich berührt werden, empfinde ich das nur als erlauben dessen oder kann ich geniessen?

Ich könnte hier noch stundenlang über das Konsens-Rad & seine wundervollen Lehren erzählen, aber das gerne zu einem anderen Zeitpunkt in einem eigenen Blog oder Beitrag. Du merkst vielleicht schon, es ist ein wichtiges Tool, um alte Muster bei sich selbst zu erkennen & durch achtsame Präsenz aufzulösen.

Des weiteren entscheiden sich dann alle Teilnehmenden für eine Farbe eines Armbandes, das sie den Abend über begleiten wird. Es geht hier darum, vorher gut zu spüren, was du an diesem Abend erleben möchtest. Es kann dir aber auch helfen, wenn du unsicher bist im Zusammenhang mit dem Setzen deiner Grenzen. Die goldene Regel ist, das wir selber unsere Armband-Farbe & die der anderen diskussionslos respektieren & achten. Es ist möglich, im Verlaufe des Abends das Armband im Austausch mit vorher bestimmten Menschen zu wechseln, falls du das Gefühl hast, von deiner eigenen Entscheidung in deiner Freiheit eingeschränkt zu sein. Dazu mehr am Abend des FIR.

Jetzt bist du vielleicht bereits verunsichert oder spürst, dass du ins Schwitzen kommst, wenn du Sachen liest wie "nackt, ohne Geschlechtsverkehr, liebe machen, xtreme". Hier sein schon mal gesagt: auch wenn Du dich für eine der unteren Farben wie z.B. rot oder schwarz entscheidest, heisst das niemals, dass du in diese Richtung gehen musst...
Das wäre ja das Gegenteil von Freiheit. Freiheit bedeutet für mich nämlich, dass alles möglich ist, was du brauchst & dir wünschst. Es bedeutet, alle Freiheiten zu haben. Ja, es kann zu Intimität & Sexualität kommen - wenn DU das möchtest. Es geht viel mehr darum, deinen inneren Impulsen zu folgen & somit tiefer an deine Bedürfnisse zu gelangen, die du dir bis jetzt vielleicht nie erlaubt hast. Du wolltest schon lange mal nackt tanzen & singen, ohne dich dafür schämen zu müssen? Go for i! Du hast Lust, den ganzen Abend meditierend in der Ecke zu sitzen? Bitte, tu es! Du hast Lust, jemandes Haare zu verwuscheln? Dann frag diese Person, ob du das darfst. 

Das Wichtigste: Respektiere dich & deine Grenzen. Respektiere die Grenzen deines Gegenübers.
Ein Nein ist ein Nein. Ein Stopp bedeutet, sofort mit dem aufzuhören was gerade geschieht.
Und ganz essentiell: ein vielleicht ist auch erstmal ein Nein!
Denn wenn du nicht aus vollem Herzen zu etwas Ja sagen kannst, dann bedeutet dass, das du am Rande deiner Komfortzone angelangt bist. Genau hier können Veränderungen geschehen. Denn im FIR ist es auch möglich, ja sogar erwünscht, in einen Prozess zu gehen, falls sich etwas bei dir zeigt. Im Raum befinden sich viele erfahrene "Creators Game Player" die dir liebend gern einen liebevollen, geschützten Raum bieten, um dich in deinem Prozess zu begleiten. Auch hier ist es keine "One-Person-Show" sondern ein gemeinsames Erleben & Erfahren unserer eigenen Freiheit.

Bist du bereit, näher zu deiner freisten Version zu kommen?

Ich freue mich, gemeinsam mit dir einzutauchen in eine neue Welt, in der wir gemeinsam bereit sind, unsere bisherigen Grenzen zu sprengen, um das unmögliche möglich zu machen.

JETZT ist der richtige Moment!