Phase 4 - Korrektur

In dieser Phase geht es um Rückzug & Reflektion.


Die Jahreszeit des Herbstes steht stark in dieser Energie.

Loslassen, was nicht mehr gebraucht wird.

Ernten, was noch da ist & einlagern für den kommenden Winter.

Der Boden kann sich erholen & regenerieren, es muss jetzt nichts Neues mehr wachsen.


Die Himmelsrichtung des Westens widerspiegelt die Qualität ebenso.

Die Sonne geht im Westen unter, es wird kühler, die Nacht wird eingeläutet.

Alles beruhigt sich langsam, wird leiser, stiller, zieht sich mehr & mehr zurück.


Im weiblichen Zyklus geht es um die Phase nach dem Eisprung & vor der Mens.

Da, wo leider nach wie vor noch viele Frauen am sogenannten «prämenstruellen Syndrom», kurz PMS «leiden». Die Phase, wo wir Frauen wahrscheinlich öfters den Satz zu hören bekommen:

«Hast du (bald) deine Mens oder warum bist du so kratzbürstig?»

Ich selber habe erlebt, dass das alles nicht sein muss. Denn diese Beschwerden hängen eng damit zusammen, wie du als Frau in den vorherigen Zyklusphasen gelebt hast.

Hast du gut auf dich & deine Bedürfnisse geschaut?

Hast du dir genügend Ruhe gegönnt (auch im kraftvollen, inneren Sommer)?

Hast du der Sprache deines Körpers gelauscht & sanft darauf reagiert?

Wie nimmst du deinen Zyklus als Ganzes wahr? Bist du im Frieden damit?

Auch aufgrund von Rückmeldungen diverser Frauen hat sich gezeigt:

PMS muss nicht sein. Je intuitiver du dein Leben lebst, desto mehr ist auch dein Zyklus in Balance. Es ist die Lebensphase der reifen Frau. Die Jahre des Wechsels. Der Zyklus verändert sich, die Fruchtbarkeit nimmt ab, andere Prioritäten stehen an. Sie viele Erfahrungen gesammelt & es fällt ihr nun leichter, ihre Bedürfnisse klarer zu erkennen & auch zu bedienen. Sie steht in ihrer vollen Kraft & Erfahrung da & geht ihren Weg stark & selbstbewusst.

Die Mondin leert sich hier langsam wieder, denn es geht auf den Neumond zu.


In dieser Phase geht es stark darum, zu schauen:

Was hat funktioniert & was nicht?

Welche Idee liess sich gut in die Tat umsetzen & was hat nicht so gut funktioniert?

Habe ich «Fehler» gemacht? Wenn ja, was haben sie mir dennoch gebracht & was kann ich daraus lernen? Wo habe ich mir zu viel vorgenommen?

Kann ich das nächste Mal anders vorgehen oder handeln?

Wo darf ich noch mehr Pausen einlegen?


Diese Phase eignet sich besonders gut für genau solche Fragen. Eine intensive Zeit der Innenschau & Reflektion, bei der du so viel über dich selbst & deinen Seelenplan erfahren kannst.

Hier geht es darum, die letzten inneren Früchte zu ernten & zu schauen, wie du mit ihnen gut überwintern kannst. Was brauchst du noch im Hinblick auf die Stille, die folgen wird?


Auch die Korrektur ist eine Phase, die unsere Gesellschaft gerne auslässt.

Denn bereits das Fehler-Machen an sich wird ja schon als Niederlage oder Versagen angesehen...

Wie soll ich dann überhaupt aus etwas lernen können, das ich eigentlich ja gar nicht machen dürfte?

Extra ein bisschen provokant geschrieben, aber ich hoffe du spürst, worauf ich hinauswill?!


Wenn ich bereit bin, so viele Erfahrungen wie möglich zu machen, darf ich auch bereit sein, so viele Fehler wie nötig zu machen. Fehler an sich sind etwas Wundervolles, wenn ich bereit bin, hinzuschauen, was denn eben nun nicht funktioniert hat. Anhand dessen kann ich beim nächsten Versuch meine Herangehensweise anpassen & meinen Weg durch eine Korrektur neu einschlagen.


Apropos Weg - eine meiner grössten Lernlektionen war folgende: es gibt auch immer die Möglichkeit, umzukehren. Besonders dann, wenn du dich in einer Sackgasse befindest. Klar bin ich eher erfreut, wenn es die Möglichkeit gibt, auf dem Weg einfach eine andere Abzweigung zu wählen. Aber in Sackgassen immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen bringt nichts & verursacht nur schmerzen. Viel besser doch, dem Hindernis den Rücken zu kehren & zurück auf den Weg zu gehen, an dem es dann einen anderen Wegweiser hat.


So, zum Schluss dieser Reihe möchte ich mit dir einer der für mich wichtigsten Sätze der letzten paar Monate teilen: Ich bin immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

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